Starke Orte, die Künstlerbünde im Revier
Spielort: Erz-u. Kohlebunker des Schalker Vereins, Gelsenkirchen
Zeitraum: 19. Juni – November 2010 , Projektleitung: Marion und Bernd Mauß

Informationen: www.bundgelsenkirchenerkuenstler.de

Das Projekt „Starke Orte, Kunst im Revier,“ konzentriert sich im Wesentlichen auf die Bespielung monumentaler Bauwerke der Industriekultur, meist auf Industriebrachen, die Spielstätten für besondere Kunstaktionen im Rahmen von Ruhr.2010 sein werden.

Ein solches monumentales Bauwerk existiert auch in Gelsenkirchen.
Direkt hinter dem Schalthaus, das 2008 bereits Aktionsort für den Bund Gelsenkirchener Künstler war –zu diesem Zeitpunkt wurde die Bauruine durch künstlerische Installationen und Aktionen vorübergehend animiert- befindet sich, ebenfalls auf dem Gelände des Schalker Vereins, als industriegeschichtliches Relikt des Ruhrgebiets der Kohle- und Erzbunker.

Auf seinem Dach ist die größte Solaranlage der Stadt Gelsenkirchen installiert. Mit einer Höhe des Bunkers von 12 m und einer Länge von 235 m boten sich zahlreiche Möglichkeiten an, dieses Terrain künstlerisch neu zu fokussieren. Die Projektleitung des BGK entschied sich für eine Montage von großformatigen Arbeiten auf dem 4 m hohen Betonband, das im oberen Bereich des Gebäudes zu sehen ist. Die Entscheidung über die Teilnahme der Bewerber wurde von einer Jury getroffen.

Thematischer Impuls für die Beiträge der Künstler war die deutlich figürliche Assoziation des Stieres, die mit dem Bauwerk verbunden ist. So lag es nah in einer Abstraktion dieser Figur das Thema für das Gelsenkirchener Projekt zu definieren. Energie, Dynamik, Kraft sind das Thema aller künstlerischen Arbeiten. Hierbei sind Varianten von spielerischer Dynamik, kraftvoller farblicher Umsetzung, historische Bezüge, engem inhaltlichen Bezug, z.B. der tatsächlichen Darstellung eines Stieres aber auch grafische Umsetzungen des Themas zu sehen.

Die Realisierung des künstlerischen Projektes gerade in diesem städtischen Bereich ermöglicht es, dass die Arbeiten für den Projektzeitraum nicht nur von der nahe gelegenen Hohenzollernstraße aus, sondern auch von der Eisenbahntrasse Bochum- Gelsenkirchen gesehen werden können.

Auf dem Betonband, das auf beiden Seiten des Gebäudes künstlerisch genutzt wird, werden Reproduktionen von Arbeiten in der Größe 3 x 3 m angebracht. Dabei wurde die Fläche gut genutzt. 37 Arbeiten von 27 Künstlern der beteiligten Künstlerbünde werden Anfang Juni installiert werden und dann in der Zeit vom 19. Juni bis November 2010 zu sehen sein.

An dem Projekt in Gelsenkirchen sind außer dem BGK (Bund Gelsenkirchener Künstler), auch Mitglieder des BBK Ruhrgebiet, des BBK Westfalen, des Herner Künstlerbundes, des Ruhrländischen Künstlerbundes Essen, des WBK, des Künstlerbundes Südsauerland und des Bochumer Künstlerbundes beteiligt.

Zum Projekt wurde ein Katalog erstellt. Zudem wird das Projekt zeitnah auch über die Homepage des BGK e.V. : www.bundgelsenkirchenerkuenstler.de verfolgbar sein.

Teilnehmer an der Aktion sind: Brigitte Bailer, Renate Brändlein, Johanna Faber, Gabriele Füting-Huyeng, Reiner Glebsattel, Petra Göbel, Angelika Herker, Karin Heuermann, Klaus Heuermann, Hans Joachim Kasselmann, Heike Klinger, Jacqueline Kraemer, Sabine Leichner-Heuer, Bernd Mauß, Marion Mauß, Susanne Olbrich-Hantzschk, Christian Psyk, Gabriele Püttmann, Annegret Reichmann, Barbara Ring, Gerd Schneider, Mariele Schulte, Wilfried Stephan, Monika Stolarczyk-Salehian, Edelgard Stryzewski Dullien, Angelika Wand-Schmitt,  Gertrude Weddige. 

Das Projekt wird unterstützt vom Stadtteilbüro Südost, dem Kulturamt der Stadt Gelsenkirchen und Ruhr.2010.

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